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München , 21. April 2008 – Schwere
Zeiten für Microsoft: Gartner sieht das Betriebssystem Windows
auf dem absteigenden Ast, Google und Salesforce sagen dem
Softwareriesen beim Kundendaten-Management den Kampf an. Und
für PAC hinkt Redmond beim Cloud Computing hinterher.
Microsoft gibt sich trotz allem gelassen – noch.

Wettbewerb belebt das Geschäft.“ So kommentiert
Robert Helgerth, Direktor Mittelstand und Partner bei Microsoft
Deutschland, die Versuche von verschiedenen Seiten, den
Softwareriesen in die Zange zu nehmen. Wie lange die Gelassenheit
anhält, bleibt abzuwarten, denn „mit der Allianz von
Google und Salesforce ist Microsoft ein ernst zu nehmender
Konkurrent erwachsen“, stellt PAC-Analystin Lynn Thorenz fest.

Die Integration von Google-Apps-Programmen in das
Online-Kundenbeziehungsmanagement (CRM) von Salesforce sei eine
interessante Alternative zur Lösung der Redmonder, so Thorenz.
Begründung: Es werden viele Office-Funktionen mit Kundendaten
integriert – und das gratis, on demand übers Internet.
Damit bekommt das Cloud Computing Rückenwind.

Microsoft sieht sich hier auf dem Quivive. Kunden nur eine
bedingt anpassbare Lösung in nur einer Bereitstellungsvariante
vorzusetzen, komme einer Bevormundung gleich, so Helgerth.
„Und das entspricht nicht unserer Philosophie.“ Thorenz
sieht jedoch erheblichen Nachholbedarf beim Softwareriesen:
„Es ist nicht erkennbar, dass Microsoft den Trend hin zum
Cloud Computing prägt – im Gegenteil: Es hinkt
hinterher.“

Ungemach droht auch von anderer Seite: Windows kommt nicht aus
der Schusslinie. So haben Gartner-Analysten auf einer Konferenz die
Kritik am Microsoft-Betriebssystem auf den Punkt gebracht: geringe
Innovationstiefe, eine ungeheure Menge an zu installierenden
Binaries sowie Kompatibilitätsprobleme. Die Zukunft, so
Gartner, gehöre modularen Betriebssystemen.

Schließlich setzt auch Erzrivale Oracle Microsoft zu: Er
schnürt mit IBM mittelstandstaugliche kleinere
Standardsoftwarepakete. Die Initiative sei zwar vor allem gegen SAP
gerichtet. Doch zu vernachlässigen sei sie nicht, so Thorenz:
„Microsoft tut gut daran, dies aufmerksam zu
beobachten.“

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